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HDCP

HDCP


HDCP (High Bandwidth Digital Protection) ist ein Verschlüsselungssystem für digitales Video, das 2003 von Intel entwickelt wurde.  Es findet Anwendung bei allen Inhalten auf Blue-ray Disks und HD DVDs und erlaubt eine bestmögliche Auflösung bei der Darstellung am Bildschirm. Die Verschlüsselung dient vor allem aber als Kopierschutz, so dass zwischen Sender und Empfänger, kein Gerät zur Aufzeichnung und unerlaubten Verfielfältigung der Videos dazwischen geschaltet werden kann.

Da HDCP für digitales Video entwickelt wurde, kann der Kopierschutz auch nur von Geräten mit einer DVI-, HDMI- oder DisplayPort-Schnittstelle verarbeitet werden. Setzt man einen Blue-ray Player zusammen mit einem analogen Geräte (z.B. VGA oder Komponetenvideo)  ein, verhindert der HDCP Schutz eine Bilddarstellung in der Regel vollkommen.

Die Verschlüsselung der Inhalte erfolgt auf Basis des sehr sicher gelten AES-128 Standards mit einer 128 Bit Verschlüsselung. Die Schlüssel zur Dekodierung sind zu einem Teil auf dem Abspielgerät zum anderen Teil auf dem Medium (Disk) selber abgelegt. Vor der Übertragung einigen sich Abspielgerät und Medium über einen gemeinsamen HDCP-Schlüssel, den beide verarbeiten können. Jedes HDCP-fähige Gerät hat circa 40 Schlüssel gespeichert, die bei jeder Übertragung, manchmal sogar während einer Übertragung, geändert werden. Mit der HDCP Verschlüsselung werden aber nicht die eigentlichen Videosignale verändert, sondern die Verschlüsselung dient ausschliesslich dazu einen Videokanal für die Übertragung zu öffnen oder zu schliessen.

Die Übertragung von HDCP geschützen Inhalten ist ursprünglich nur für die direkte Verbindung zwischen zwei Geräten angedacht gewesen. Beide Geräte müssen dazu den HDCP Standard unterstützen, um den Austausch der Schlüsselinformationen zu gewährleisten.

Das funktioniert im privaten Haushalt ganz gut. Im professionellen Umfeld ist es jedoch häufig notwendig die Audio/Videosignale über grössere Entfernungen oder durch Umschaltsysteme zu transportieren. Dazu sind dann Videosplitter, Videoextender oder Videoswitches notwendig, die ebenfalls die passenden HDCP-Schlüssel anbieten und die A/V-Signale durchleiten können. Jedes aktive Geräte in der Übertragungskette muss sich an der Abstimmung über die HDCP-Schlüssel beteiligen, um offene Videokanäle zu erhalten.

Doch auch wenn alle Geräte eine HDCP-Unterstützung bieten, kann es passieren das die beteiligten Geräte keinen gemeinsamen Schlüssel finden und das Video am Ausgabegerät nicht angezeigt wird. Dieses Problem tritt häufig bei der Verbindung eines HDMI-Gerätes mit einem DVI-Gerät auf. In diesem Fall können Sie versuchen die Videoquelle auf die Ausgabe von HDMI-Signalen mit RGB-Kodierung einzustellen oder das DVI-Gerät gegen ein HDMI-Gerät auszutauschen.
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